Monatsratschläge - April Teil 1 (mit Video)

In winterlicher Ruhe hat die Erde ihre Kräfte innerlich gesammelt und regt sie nun, um die ganze Natur zu beleben. Daher auch der oft überraschend schnelle Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein, scharfen Winden und lauen Brisen. Kräftige Naturen überwinden solchen Wechsel leicht; aber Kinder und auch Erwachsene, die auf ihre Gesundheit Rücksicht nehmen müssen, tun besser, den Aufenthalt im Freien noch nicht zu übertreiben. Sobald die Natur zu neuem Leben und Schaffen zurückkehrt, kommt uns Menschen das Gleiche zu.

Ernährung

Auch wenn die Fastenzeit im Allgemeinen zu Ende gegangen ist und man den Speisezettel etwas erweitern darf, so frage man sich doch immer: „Wie wenig genügt mir?“ und nicht: „Wie viel darf ich nehmen?“ Das Wenige, richtig gewählt und zusammengestellt, löst die Ernährungsfrage wissenschaftlich und ökonomisch. Dagegen ist eine Ernährungsweise, die mich krank macht und mir das Leben verkürzt, weder wissenschaftlich noch ökonomisch und außerdem ist sie menschenunwürdig.

Monatsratschläge - April Teil 2 (mit Video)

Gemüse

In welchem Klima wir auch leben mögen, so können wir keine Fehler in unserer Ernährung machen, wenn wir uns hauptsächlich an die Kräuter, das Grünzeug und die Gemüse unserer Gegend halten. Macht man sie roh als Salat mit etwas Öl und Zitronensaft an, so übertreffen sie alle eingemachten Gemüse weit an Wert. Man lege aber kein Gewicht auf schwere Mayonnaisen. Jedoch kann man dem Öl und Zitronensaft etwas Knoblauch und fein gemahlene Nüsse oder Mandeln beigeben oder diese über den Salat streuen.

Sauerampfer, roh oder gedünstet oder roh in gedämpfte oder gebackene Speisen geschnitten, wirkt vorbeugend gegen Skrofulose und Geschwülste; sogar Krebs weicht vor ihm, wenn man außerdem jeden Morgen nüchtern für 21 Tage 1 Esslöffel geriebenen schwarzen Rettich nimmt.

Monatsratschläge - April Teil 3 (mit Video)

Gewürze

Veilchenwurzel, Selleriesamen, Anis, Ingwer über Salate und gedämpfte oder gebackene Gerichte gestreut, verbessern den Wohlgeschmack und die Bekömmlichkeit. Daneben sind frische Blüten reichlich vorhanden und helfen uns, im Einklang mit den wechselnden Jahreszeiten zu bleiben. Kochsalz lässt man ganz beiseite, sowohl bei Salaten als auch bei Gemüsen, die im eigenen Saft gedünstet oder gebacken werden.

Körperpflege

Wer sich ohne ersichtlichen Grund matt oder elend fühlt, gebe 1 Teelöffel Weinsteinpulver in 1 Glas heißes destilliertes Wasser, rühre um, lasse absetzen und trinke es heiß. Wer noch gegen allerhand Leiden zu kämpfen hat, nehme mehrmals am Tag 1 Schluck hellrote Lösung von übermangansaurem Kali. Wer chronische Leiden auszumerzen hat, unterziehe sich täglich einer Bürsten-Klopfmassage und aus einer gelegentlichen Trockennadelung des Körpers mit dem Nadelapparat (Lebenswecker) wird jeder Nutzen ziehen, weil dadurch die Porenatmung der Haut gefördert wird.

Monatsratschläge - April Teil 4 (mit Video)

Hautpflege

Jetzt ist die beste Zeit, die Haut mit Massieren, Reiben, Klopfen, Öleinreibungen, Trocken- und Feuchtnadelungen zu behandeln. Sie ist jetzt so empfänglich für Öl, dass jemand, der Öl nicht gut verdaut, dem Körper dadurch Öl zuführen kann, dass er die Haut täglich zweimal einölt. Tägliche Hautpflege verbessert den Blutumlauf und beugt dem Frühlingsfieber vor.

Kurze kalte Bäder oder Abreibungen im warmen Zimmer mit kräftigen Abreibungen morgens und abends fördern den Blutumlauf außerordentlich; sogar ein heißes Bad hat erst volle Wirkung, wenn sich eine kräftige Abreibung anschließt. Barfußgehen im taufeuchten Gras belebt die Hauttätigkeit, ebenso ein Sonnenbad von 10 Minuten, wenn man sich vorher mit dem Lebenswecker trocken nadelt.

Monatsratschläge - Mai Teil 1 (mit Video)

 

Der Mai ist der Monat des Ozons und der duftenden Maiblumen, der verjüngenden, sich wieder erneuernden Kräfte der Gottesnatur. Jetzt können wir verstehen lernen, dass die Natur das lebendige Wort Gottes ist, das dem Menschen als Führer durch dieses Leben dienen soll. Der Mai will uns befreien aus den dumpfen Mauern des Altgewohnten, indem er uns im offenen Buche der Natur alle Geheimnisse des Lebens und der Verjüngung offenbart, wenn wir Augen haben zu sehen und Ohren zu hören.

Jetzt ist die herrlichste und beglückendste Zeit des ganzen Jahres. Sei so glücklich wie der Vogel, der seine Lieder hinausjubelt, so fleißig wie die Biene, so unermüdlich wie die Ameise, so mild wie der Duft der Blumen, so anregend wie die erquickende Luft, so frisch wie der klare Morgentau! Werde jung mit der sich verjüngenden Natur! Fühle dich eins mit der schönen, großen, weiten Welt und dem allumfassenden Geiste Gottes, der im Atem deiner Nüstern vibriert und der die Essenz der Wiedergeburt vermittelt! Jetzt begreife es, dass der Mensch zwischen sich und dem ewigwirkenden Gottgedanken keinen Vermittler braucht und dass der Heiland recht hatte, als er sagte: „Ich und Abba, die Unendlichkeit, sind eins!“

Monatsratschläge - Mai Teil 2 (mit Video)

 

Körner- und Mehlspeisen

Soweit man jetzt stärkemehlhaltige Speisen nimmt, sollte das Stärkemehl gut dextriniert sein, das heißt ca. 1 Stunde bei 100°C im Ofen erhitzt werden. So bleibt die Verdauung in Ordnung. Deshalb lässt man Brot, selbst wenn es nicht mit Sauerteig oder Hefe getrieben ist, am besten ganz beiseite, sowohl jetzt im Mai als auch in den folgenden Monaten ohne R, also auch noch im Juni, Juli und August.

Ausnahmen sind Matzen, Teiggötter, Waffeln, Zwieback, Hartback, Röllchen, Keks, hefefreie Brötchen und auch einfache Obstkuchen, Kaffeekuchen, Topfkuchen und außerdem Flocken, sodass niemand an Stärkemehlmangel zu leiden braucht.

Monatsratschläge - Mai Teil 3 (mit Video)

 

Gemüse

Alles frische Grünzeug fördert die Ausscheidung. Macht man es mit Öl und Zitronensaft, also nicht mit Essig und auch nicht mit Salz an, so entwickeln sich Elemente, die die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase anregen, ihre inneren Sekretionen fließen zu lassen, die die Darmtätigkeit regeln. Liegen schon Verhärtungen vor, die die Darmmuskeln mitsamt dem Schließmuskel teilweise gelähmt haben, so nimmt man anstelle des Zitronensaftes etwas Honig zum Salat. Rohe Salate sollten nie gesalzen werden. Frische Blüten und Kräuter, wie Veilchenblüten, Petersilie, Schnittlauch, junge Zwiebeln, verleihen ihnen Wohlgeschmack.

Gurken sind für viele ein Stärkungsmittel, manchen bekommen sie nicht. Wem sie bekommen, dem helfen sie das Blutsystem reinigen. Eine Stunde in Salzwasser eingelegt und danach gründlich abgewaschen, macht die Gurken leichter verdaulich.

Monatsratschläge - Mai Teil 4 (mit Video)

 

Körperpflege

Allgemeinbefinden

Jetzt sollten wir uns so viel wie möglich mit der Natur verbinden. Mache Morgenspaziergänge vor Sonnenaufgang und viel Atemübungen im Freien. Kurze Sonnenbäder und kalte Tauchbäder im Freien, Barfuß gehen im taufeuchten Grase, Waten in Bächen, Barfuß gehen über frisch gepflügte Erde und Regenbäder nehmen, alles das wirkt belebend und zieht Ablagerungen aus dem Körper. Die Schlafzimmerfenster sind offen und die Nachtkleider leicht oder können auch ganz wegbleiben, wenn man die Haut öfters einölt, damit sie gut arbeitet.

Monatsratschläge - Juni Teil 1 (mit Video)

 

Die Tage werden wärmer und die ganze Natur ist mit harmonischen Schwingungen erfüllt. Jetzt sollten wir unsere Kräfte regen, sollen aktiv und positiv sein, dürfen uns also nicht erlauben, missgestimmt, negativ, launisch oder untätig zu sein, und auch nicht dulden, dass sich uns jemand aufdrängt, der unsere Positivität beeinträchtigt. Ergib dich mit Lust und Liebe nützlicher Arbeit oder widme dich nützlichen Geschäften und sieh' dabei selbst nach dem Rechten. Erwarte von niemand etwas, verlasse und stütze dich auf niemand. Höre auf, Ideen nachzulaufen, die du nicht augenblicklich verwirklichen kannst, lenke deinen Gedankenlauf bewusst auf bessere und höhere Leistungen oder Ziele, deren Verwirklichung jetzt möglich ist. Verliere dich nicht in Erinnerungen an die Vergangenheit und schwärme nicht in Zukunftsplänen, sondern lebe mit Körper, Seele und Geist in der Gegenwart.

Monatsratschläge - Juni Teil 2 (mit Video)

 

Ernährung

Alles frische Grünzeug und Gemüse nehmen wir am besten roh als Salat und achten darauf, dass Rohkost nie gesalzen werden darf. Petersilie, Sauerampfer, Wasserkresse oder Schnittlauch machen jeden Salat schmackhaft. Außerdem sollten wir den Salaten im Juni, Juli und August, wenn irgend möglich, etwas geschlagene Avocado beigeben, um die Verdauung und den Gewebeaufbau zu fördern. Bis in den September meidet man schwere Salattunken und Mayonnaisen und bescheidet sich mit etwas Olivenöl und Zitronensaft oder frischer süßer Butter zum Salat.

Monatsratschläge - Juni Teil 3 (mit Video)

 

Ernährung

Neben Gemüsesalaten kommen gebackene oder im eigenen Saft gedünstete Gemüse in Betracht. Kartoffeln, Rüben, Grünmais, Erbsen, Schnittbohnen können, soweit nötig, zerkleinert, in einen dünnen Teig gerollt und im Ofen oder in einem gut schließenden Topf als Gemüsekuchen gebacken werden. Erbsen und Bohnen übergießt man vorher in einem Sieb mit der fünffachen Menge kochendem Wasser. 6 Spargel, 2 Esslöffel Erbsen, 2 kleine gelbe Rüben, 1 mittelgroße Kartoffel, im eignen Saft gedünstet, geben mit 2 Scheiben Toast und 1 Tasse heißer Milch eine reiche Mahlzeit. Dagegen vermeide man jetzt gekochte Gemüse ganz, besonders gekochtes Kraut, und wer zu Gasen und Aufstoßen neigt, lässt auch grüne Bohnen und Erbsen beiseite.

Monatsratschläge - Juni Teil 4 (mit Video)

 

Ernährung

Neue Kartoffeln kann man fein hobeln und in kleinen Mengen roh als Salatbeilage nehmen. In papierdünne Scheiben gehobelt und rasch mit etwas Olivenöl in der Pfanne gebraten, sind sie ein ausgezeichnetes Mittel gegen Versäuerung; zusammen mit Sauermilch, Buttermilch oder Molke sättigen sie nicht nur, sondern vertreiben auch Parasiten und Eingeweidewürmer; zusammen mit gelben und weißen Rüben heilen sie Darmleiden. Reinigt man neue Kartoffeln mit einem trockenen Tuch, versieht sie mit scheibenartigen Einschnitten und dünstet man sie mit etwas Öl in einem gut schließenden Topf, so sind sie sehr leicht verdaulich und überraschen durch ihren Wohlgeschmack.

Monatsratschläge - Juli Teil 1 (mit Video)

 

Der Juli ist der herrliche Monat, in dem die elektrischen Kräfte in der Natur ihren Triumph feiern und uns auffordern, so viel wie möglich in der freien Natur zu leben, sei es durch Feld- und Gartenarbeit, sei es durch Spaziergänge und Ausflüge, bei denen wir unsere Mahlzeiten im Freien einnehmen.

Wenn wir uns im Einklang mit der Natur halten und unser Leben den Gesetzen der Erde anpassen, wird uns auch die sommerliche Hitze nicht zur Last werden, die der Juli mit sich bringt und die doch so nötig und heilsam für den Menschen ist, damit er sich von so manchem Überflüssigen freimache und dadurch zu größeren Leistungen bereit sei. Die Hitze soll uns nicht niederdrücken, sondern im Gegenteil uns frei und freudig machen und uns zu größerer Tätigkeit anregen. Die Fliegen und die Mücken, die die Hitze des Monats ausbrütet, sind nur ein Ansporn der Natur, dass wir uns rastlos betätigen, damit unsere Arbeit Früchte trage.

Monatsratschläge - Juli Teil 2 (mit Video)

 

Stimme ein in den Jubelgesang der Vögel und lasse deine Stimme ertönen; denn die Mutter Natur liebt es, den Ausdruck der Freudigkeit zu hören. Sei glücklich, bis sich die ganze Welt des Glückes erfreut. Sobald du hinausziehst ins Freie, lass alle Lasten und Sorgen, die dein Herz beschweren, hinter dir. Denn wir haben allen Grund, glücklich zu sein angesichts der Segensfülle, die die Natur jetzt für uns bereit hält.

Bleibe im Freien, so viel du nur kannst. Schon den Spätnachmittag sollten wir im Freien verbringen und unsere Abendandacht draußen in einem stillen Winkel halten. Nimm das Nötige zu einer Mahlzeit im Freien mit und versuche, dir einen frischen Salat aus dem Grün zu machen, das dir die Natur frei anbietet. Selbst zwischen Felsen findest du ein heilkräftiges Blättlein oder Hälmlein, das dir helfen wird, deine Sorgen über die Unzulänglichkeiten der Welt zu beheben. Selbst am entlegensten Platz findet sich ein Kraut, eine Wurzel, eine Rinde, eine Knospe, eine Beere, die deiner Gesundheit förderlich ist, und bald wirst du lernen, deine Auswahl zu treffen, wenn du durch Berg und Tal streifst.

Monatsratschläge - Juli Teil 3 (mit Video)

 

Besonders die Kinder müssen jetzt Freiheit bekommen, sich nach Herzenslust im Freien zu tummeln, die gesunden, damit sie nicht kränklich werden, und die schwächlichen, damit sie kräftig werden. Wenn Kinder unlustig, bequem, träge, faul und kränklich werden, kommt es nur daher, dass sie keine Gelegenheit bekamen, sich in Gedanken, Bewegungen und Handlungen frei auszuwirken. Nehmen wir sie mit aufs Feld oder in den Garten und geben ihnen mit der Arbeit ein gutes Beispiel, dann folgen sie bald von selbst dem Beispiel. Das heißt, dem Herrn vernünftiger dienen, als die Kinder in die dumpfige Sonntagsschule zu schicken und in die Kirchenbank zu setzen, wo sie alle möglichen Gedankengänge unterhalten, nur nicht solche, die sich auf das Himmelreich beziehen.

Monatsratschläge - Juli Teil 4 (mit Video)

 

Ernährung

Kürbis und Squash leisten jetzt gute Dienste gegen Blutarmut und Magenschleimhautentzündung. Kürbis ist, roh oder gebacken, das beste Mittel gegen chronische Blinddarmentzündung, nachdem man den Darm mit hohen Einläufen gründlich gereinigt hat. Nimmt man Squash als Ersatz für Kartoffeln wenigstens einmal täglich, so hält er die Eingeweide in Ordnung und kräftigt die Bauchspeicheldrüse. Kürbis kann man roh, gedünstet oder gebacken nehmen. Dünstet man ihn, dann drückt man ihn durch ein Sieb; bäckt man ihn, dann isst man ihn aus der Schale ohne alle Zusätze.

Mais als süßer Grünmais heilt eine träge und geschwollene Leber. Er kann jetzt alle Brotwaren ersetzen. Isst man zu Beginn jeder Mahlzeit einen kleinen Kolben, dann verliert sich Verstopfung; man legt ihn 20 Sekunden in kochendes Wasser und isst ihn heiß.

Monatsratschläge - August Teil 1 (mit Video)

 

Im August ist Hochsommerzeit, die voller Gelegenheiten ist, uns in den Wäldern, den Bergen und Seen Kraft und Genesung zu holen. Die Natur ist nicht nachträglich, sondern immer bereit, zu vergeben und alles zu vergessen. Sobald wir uns ihr nur anerkennend und freudig zuwenden, kommt sie uns schon auf halbem Wege mit ihren Segnungen entgegen.

Die elektrischen Kräfte der Erde wirken sich jetzt in höchstem Maße aus; darum die schwülen Tage und die drückende Hitze, die aber nötig ist, damit alle Früchte im Herbst ausreifen können. Jedoch brauchen wir Menschen darunter keineswegs zu leiden, wenn wir nur verstehen, uns der Natur anzupassen. Jetzt sollen wir nicht hinter dem Schreibtisch sitzen und über geistige Probleme nachgrübeln, sondern uns draußen mit gesunder ländlicher Arbeit befassen oder frisch hinauswandern in die schöne Welt.

Monatsratschläge - August Teil 2 (mit Video)

 

Ein gutes Frühstück sind Pfirsiche mit Weizenflocken; weil man danach auch ohne Kaffee oder Tee der Tageshitze gewachsen ist; außerdem fördert das Tannin der Pfirsiche die Verdauung. Zu den anderen Mahlzeiten bevorzuge Buttermilch, Sauermilch und Zitronenmilch mit gebräuntem Mehl, Matzen und salzgetriebenem Brot und Obst oder gemischten Salat mit Toast und ab und zu 1 weichgekochtes Ei.

Alle Mahlzeiten, die aus Rohkost bestehen, gleichviel ob aus Gemüse oder Obst, beschließe man mit einer trockenen Brotkruste oder Zwieback, um Durchfall vorzubeugen. 1 Esslöffel Maismehl heilt sogar Durchfall, den zu reichlicher Obstgenuss verursacht hat. Da rohe Gemüse und Früchte 60 bis 95 Prozent feinst destilliertes Wasser enthalten, braucht man daneben keine Getränke.

Monatsratschläge - August Teil 3 (mit Video)

 

Vollreifes Obst und vollreife Beeren enthalten aufgespeicherten Sonnenschein und sind deshalb in diesem Monat besonders heilsam. Aber wegen des Säuregehaltes sollte man den Obst- und Beerengenuss nicht übertreiben. Im Allgemeinen wähle man zu den Obstmahlzeiten abwechselnd verschiedene Früchte; aber zu einer Beerenkur hält man sich für 2 Wochen an eine Sorte und pflückt sie sich selbst zum sofortigen Genuss, bis man genug davon hat.

Um einer Versäuerung vorzubeugen, nimmt man vor einer Obstmahlzeit 1 Glas heißes destilliertes Wasser mit 1 Teelöffel doppeltkohlensaurem Natron und 1 Stunde nach der Mahlzeit 1 Teelöffel Weinsteinpulver in 1 Glas kochend heißem Wasser, das man nach und nach schluckweise trinkt; zur Mahlzeit selbst sollte man immer etwas Körnerfrüchte, 1 Esslöffel Hafer- oder Weizenflocken, etwas salzgetriebenes Brot, heiße Brötchen, Waffeln oder Teiggötter, etwas frische Sahne und auch ein anregendes Gewürz nehmen, wie Zimt, Curry, Ingwer, Muskatblüte, Muskatnuss, Anis, Nelke oder Vanille.

Monatsratschläge - August Teil 4 (mit Video)

 

Gemischte Salate sind die besten Gemüse-Gerichte bei heißem Wetter; aber man lasse Mayonnaisen und schwere Salatsaucen beiseite und nehme stattdessen nur etwas Olivenöl, Zitronensaft, grüne Pfefferschote und einige Minzenblätter. Stellt man immer ein faseriges oder mehliges Gemüse mit einem saftigen zusammen, dann ist der Salat nicht nur nahrhaft, sondern auch kühlend. Mit etwas Zwieback, Toast und ab und zu mit 1 weichgekochten Ei hat man schon eine Mahlzeit, die die Organe zufriedenstellt und insbesondere auch die Drüsen anregt, ihre inneren und äußeren Sekretionen herzustellen.

Zu einer Salatmahlzeit zu trinken, besteht kein Verlangen; man kann aber 1/2 Stunde vor der Mahlzeit 1 Glas destilliertes Wasser trinken und ebenso 2 Stunden nach der Mahlzeit. Grünmais, Gurke, Kraut und Melone geben einen feinen Salat, der die Leber kühlt.

Monatsratschläge - September Teil 1 (mit Video)

 

Der September zaubert die schönsten Farben an Blättern, Blüten und Früchten und das saftigste Obst und Gemüse hervor. Ein goldenes Aufleuchten wellt durch die Natur, die nochmals einen reichen Segen in einer Überfülle von frischen Kräutern, Gemüse und Obst anbietet. Wir sollen zwar von allem Gebrauch machen, was uns dargeboten wird, aber doch in weiser Selbstbeherrschung, damit wir dem Gesetz der Ökonomie auch unserem Körper gegenüber gerecht werden und zugleich die Grundlage für bessere Tage auch in unserem Haus und unserem Beruf oder Geschäft legen.

Ernährung

Der Wechsel der Jahreszeit erfordert auch einen Wechsel in der Ernährung und Lebensweise. Solange das warme Wetter noch anhält, beachte man die Regeln der Sommerzeit und enthalte sich vor allem des getriebenen Brotes und vergorenen Käses. Wer glaubt, Käse haben zu müssen, halte sich an Quark, gut mit Kümmel gewürzt, mit etwas Toast oder Natron-Brot. Noch besser ist es aber, gar kein Brot zu nehmen, solange frischer Grünmais zur Verfügung steht.

Monatsratschläge - September Teil 2 (mit Video)

 

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst steht vor der Tür. Die Wärme und der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ändern sich, weil sich die Sonnenbahn ihrer winterlichen Grenze, dem Wendekreis des Steinbockes, nähert, die elektrischen Ausströmungen der Erde allmählich zur Ruhe kommen und ihre magnetischen Kräfte sich in ihrem Innern zu sammeln beginnen.

Im September wird uns eine neue von den vielen Gelegenheiten des Lebens angeboten, unsern Körper, diesen Tempel des heiligen Geistes Gottes, auszubauen und zu erhöhen. Er ist der Ausklang des Sommers und vielleicht war die Ernte für unsern Gesundheitszustand kein voller Erfolg; jedoch sollten wir noch einmal Mut fassen, da sich uns noch mancherlei Möglichkeiten bieten, unsere Verhältnisse zu verbessern, und sollten versuchen, einen Schritt vorwärtszugehen, um uns der Gesundheit zu versichern, die unser Erbrecht ist.

Monatsratschläge - September Teil 3 (mit Video)

 

Am 19. September gedenken wir Zarathustras, der die Menschheit mit einer wissenschaftlichen Land- und Gartenwirtschaft bekannt machte und ihr eine naturgemäße Ernährungsweise nahelegte, die in „Weizen und Wein“ als den höchstvollendeten Formen der Elementar- und Ätherstoffe der Erde ihren sinnbildlichen Ausdruck fand. Der Weizen ist seitdem bei allen Völkern vom Himalaya bis Europa das Sinnbild der vollkommensten Nahrung geworden und wurde als „Stab des Lebens“ und als „Himmelsbrot“ und der unvergorene Saft der Weintraube als das „Blut der Erde“ bezeichnet.

Ernährung

Sobald das kühle Wetter einsetzt, sind an der Zeit: Körnerfrüchte, vor allem Weizen, Vollkornbrot, Suppen aus Vollkornmehl, frische, nicht überwinternde Gemüse mit Küchenkräutern, Melone, Kürbis, Gurke, Grünmais, grüne Bohnen, Limabohnen, Erbsen, Beeren, Obst und Obstsäfte, Oliven, rohe Erdnüsse, Quark.

Monatsratschläge - September Teil 4 (mit Video)

 

Körner- und Mehlspeisen

Gib 1 Tasse frisch gemahlenen Vollweizen in 4 Tassen kochendes Wasser, füge ein wenig Olivenöl oder gemahlene Nüsse hinzu und lasse alles 10 bis 15 Minuten kochen. Rührt man danach noch etwas süße Sahne daran, so hat man ein wohlschmeckendes und bekömmliches Gericht. Weizen-Weißmehl ist arm an Phosphaten und daher kein Ersatz für frisch gemahlenes Vollmehl.

Ein gesundes Brot sind Teiggötter aus Weizenvollkornmehl; man legt sie zunächst 6 Stunden in die Sonne und bäckt sie dann im Ofen goldbraun. Isst man sie mit reifen Feigen, Pflaumen, Pfirsichen, Äpfeln, Avocados oder Mangos, so wird man nie Anlass haben, nach Apothekermitteln für bessere Verdauung Umschau zu halten.

Sonnenaufgang Winter See Bäume

Monatsratschläge – Dezember

Jetzt sammeln sich die magnetischen Kräfte des Weltalls im entferntesten Punkte der Räumlichkeit und erreichen ihren Höhepunkt gerade zu der Zeit, wenn wir die kürzesten Tage und die längsten Nächte haben. Auf jeden Höhepunkt folgt eine Zeit neuer Erwartungen und Hoffnungen für neue Verwirklichungen, die den Vorbereitungen für den Höhepunkt entsprechen.

Deshalb ist der Dezember zu allen Zeiten und in allen Gegenden der Erde der Monat neuer Vorbereitungen gewesen, nachdem die nervenanspannenden elektrischen Kräfte der Hochsommerzeit im Herbste ausgeklungen und zur Ruhe gekommen waren. Er leitet den Winter ein, der uns Gelegenheit bieten soll, die erschöpften Kräfte wieder herzustellen für neue und größere Leistungen.

Weihnachtsessen Festessen Gemüse Kerzen vegetarisch

Dezember – Ernährung

Freilich von der geistigen Erneuerung in der Winterszeit weiß man heute fast nichts mehr und füllt deshalb die Wintermonate mit veräußerlichten Festlichkeiten aus, die sich in Ermangelung eines geistigen Kernes ganz in materielles Genießen verlaufen.

Wir können aber sehr wohl die Feste der Jahreszeit mit all ihren materiellen Freuden feiern, ohne der Genusssucht zu frönen. Wir können uns aller Gaben der Natur bedienen, die sie uns so reichlich darbietet, und dabei unsere geistige Gewandtheit in der Zubereitung bekömmlicher und doch schmackhafter Gerichte offenbaren. Jetzt brauchen wir auch nicht zu fasten; wer es aber doch tun will, faste unauffällig und bleibe dabei heiter und tätig.

Ofenkartoffeln Blechkartoffeln Rosmarin Tomaten Winter

Dezember – Mahlzeiten

Zur 1. Mahlzeit sollten wir Obstfrüchte nehmen. 1/2 geriebener Apfel, 1 Birne, in Scheiben geschnitten, der Saft von 1 Apfelsine und 3 Esslöffel dicke Sahne sollten genügen, uns frisch und wohlauf zu halten. Machen wir mit dieser einfachen Mahlzeit eine Kur, so verliert sich die Nervenkrankheit, die wir Appetit nennen, von selbst. 1 geriebener Apfel, 2 Esslöffel Haferflocken oder Puffmais, 1 oder 2 heiße Teiggötter und 1 Tasse dünner, aber heißer schwarzer Kaffee werden uns ebenso zufrieden stellen.

Die 2. Mahlzeit kann bestehen aus 1 kleinen Salat, Gemüsegerichten, Körner- oder Mehlspeisen und Nüssen oder Nussspeisen. Etwas Salat, Klöße mit Tomatentunke, Reis mit Currytunke oder gebackene Kartoffeln mit brauner Mehltunke, 1 Keks und 1 Tasse heißer Sennesschotentee halten die Verdauung in Ordnung und das Gehirn klar.

Foto: Adobe Stock @ Africa Studio

Früchte Obst Orangen Äpfel Granatäpfel Säfte Winter

Dezember – Obst und Beeren

Rohe frische Obstfrüchte sind eingemachten immer vorzuziehen und man wird bald ausgefunden haben, dass man weniger schwere Nahrung braucht, solange man sich an frisches Obst und Gemüse hält. Wem rohe Obstsäfte nicht bekommen, der dünste das Obst im eigenen Saft ohne Wasserzusatz und nehme den auf 45 Grad C erhitzten Saft, mit destilliertem Wasser verdünnt; er wirkt ausscheidend und abführend. Alle Fruchtsäfte sollten auf den leeren Magen genommen werden.

Bei Nervenleiden, Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit und Drüsenschwäche lässt man Obstfrüchte ganz beiseite und nimmt morgens nüchtern, ferner vor jeder Mahlzeit und abends vor dem Schlafengehen 1 Teelöffel doppeltkohlensaures Natron in 1 Glas heißem destillierten Wasser.

Brot Weizen Roggen Vollkorn Getreide

Dezember – Körner- und Mehlspeisen

Brot und andere Körnerspeisen eignen sich jetzt für alle Temperamente und können in jeder Form verwendet werden, da sie nahrhaft und wärmespendend sind. Weil sie eine konzentrierte Nahrung darstellen, dürfen sie mit Wasser zubereitet, sozusagen verdünnt werden, wie es bei der Bereitung von Brot, Breien, Grützen, Schleimen, Nudeln und dergleichen geschieht. Das Wasser muss sich aber mit den Mehlstoffen so innig verbinden, dass eine chemische Umwandlung zustande kommt.

Aus diesem Grunde sind sie auch nur dann wirklich von vollem Nutzen, wenn sie beim Kauen gründlich eingespeichelt und mit Bedacht gegessen werden. Nachdem man einen Bissen hinuntergeschluckt hat, sollte man wenigstens 9 Sekunden warten, bis man den nächsten Bissen in den Mund bringt.