Lass dein Sorgen

Lass doch all dein Sorgen, müdes, krankes Herz!
Schon erglänzt der Morgen, heilend allen Schmerz.
Ruhe bringt mir mein Heiland, süße Ruh’,
Ruhe bringt mir mein Heiland, süße Ruh’.

Die Melodie zu diesen Worten beruhigt die Nerven. Andere Melodien regen die Nerven an, andere bringen das Blut in Wallung, andere schüren die Drüsen an. Daher verwenden wir absichtlich unterschiedliche Melodien, Lieder und Gesänge, um uns die Entwicklung in jeder Richtung zu erleichtern. Der unterschiedliche Rhythmus regt das Körperliche entweder an oder gleicht es aus. Wer ganz bei seiner Arbeit ist, bekommt auch das Gefühl, dass er dazu singen sollte, weil es ihn regsamer, ausgeglichener und freudiger macht, ihm also die Arbeit erleichtert.

Schon wenn wir die Melodie einige Male gesungen haben, spüren wir in der Lunge eine Welle, die die unteren Lungenteile gegen die Lungenfelle schlägt, wodurch sich die Ätherstoffe, die durch die Atmung in die unteren Lungenteile gelangt sind, dem Lungenfell-Laboratorium mitteilen. Gerade diese Ätherstoffe beleben die spirituelle Gehirngruppe in der Scheitelgegend, erheben uns über das Alltägliche, das wir sozusagen vergessen, und vermitteln uns daher Ruhe, Stille und Zufriedenheit.

Um diese Ruhe, die schon das Singen der Melodie mit sich bringt, zu verstärken, legen wir die Hände, und zwar die linke Hand über die rechte und die Daumen aneinander, entspannt in die Gegend des Magens und des Sonnengeflechts und der Brustbeindrüse. Das üben wir täglich und jedenfalls immer dann, wenn uns eine Beruhigung der Nerven nottut. Die sanften Vibrierungen der Hand wirken in Verbindung mit der beruhigenden Melodie auf die magnetischen Strömungen des Körpers, von denen die Vergeistigung oder Durchgeistigung unseres Wesens abhängt.

Zuerst macht sich diese Wirkung auf den Magnetismus in der Brustbeindrüse bemerkbar, indem wir in jeder Beziehung zuversichtlicher werden, weil der bestärkte Magnetismus Ideen und Meinungen abstößt und alle Zweifel, ob eine Sache so oder anders sei, verblassen lässt. Wir werden sicherer in unserem Urteil, weil wir keine Beweise mehr von anderen erwarten, sondern sie uns selbst suchen und infolgedessen unsere eigene Überzeugung gewinnen, unternehmender und erfolgreicher werden und schließlich erkennen, dass wir die Erfolge der in uns gegenwärtigen Schöpfermacht verdanken. Dann schauen wir das Wirken derselben Schöpfermacht in allem, was uns entgegentritt, und staunen von Tag zu Tag mehr über die Wunder und die Herrlichkeit des Lebens.

Wir holten uns aus einem See, der eine englische Meile unter der Erde liegt, Sand und Wasser, die keine Spur von Vegetation oder sonstigem Leben enthielten, verschlossen Sand und Wasser hermetisch in einem Glas und, siehe da, allmählich entstand ein Wachstum, das sich dem Pflanzenreich näherte. Durch das kristallklare Wasser zogen sich Fäden hindurch, winzigen kleinen Pflänzchen gleich, die an der Oberfläche zu keimen anfingen und von da wiederum Fäden nach dem Sandboden hinunterließen, als wenn das auf der Wasseroberfläche Keimende auf dem Sandboden graste. Nach 21 Jahren wurde etwas rege, das sich an den Fäden auf und ab bewegte. Wer hat da wohl aus dem toten Wasser und dem toten Sand etwas Lebendiges oder eine neue Lebenserscheinung erzielt?

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich das Leben oder die ewigwirkende Intelligenz offenbart, wo immer sich etwas Unterschiedliches gegenübertritt, weil sich sofort elektro-magnetische Beziehungen anknüpfen, die auf eine Ausgleichung oder Neugestaltung zielen. Im Weltall entsteht aber durch den ungeheuren Druck der Kräfte und ihre beständige Teilung und Vervielfältigung ein immerwährender Stellungswechsel des einen zum anderen und die ununterbrochenen Ausgleichsbestrebungen, die von der ewigwirkenden Intelligenz ausgehen, lösen neue, riesenhafte und unseren Sinnen unvorstellbare Kräfte aus, von denen uns der kleine Versuch mit Sand und Wasser in dem verschlossenen Glas eine leise Ahnung vermittelt. Druck und Gegendruck zwischen dem einander Entgegengesetzten verleihen dem Leben neuen Ausdruck.

So ist es auch in uns. Je nach der Stärke des Druckes und des Gegendruckes offenbart sich neues Leben in uns. Wenn der Druck unserer schwachen Sinne von oben und der Druck unserer schwachen Organe von unten schwach sind, erzielen wir nur Schwächliches. Wenn wir im Strom des Lebens nicht untergehen wollen, zwingt uns der Strom, mit unseren Kräften auszuhalten und nach vorn und nach hinten auszuschlagen, um an das Ziel zu kommen. Da haben wir keine Zeit für Nebensächlichkeiten oder Beschränktheiten unserer Umgebung, sondern müssen einfach weiterschwimmen, da es sich für uns mit dem Schwimmen nicht um Tod oder Sterben, sondern einzig und allein um das Leben handelt, das wir in uns pulsieren fühlen.

Wie herrlich ist doch das Leben in allen seinen Offenbarungen, derer wir uns beständig bewusster werden! Da sollten doch auch die Herzen der Menschen einander vor Freude und Glückseligkeit entgegenschlagen! Das Bewusstsein der in uns gegenwärtigen Schöpfermacht sollte jede Begegnung, jedes Zusammensein mit unseresgleichen zu einer Schöpfungszeit machen, in der wir uns gegenseitig ergänzen, uns immer wieder etwas übertragen und in uns etwas wachrufen, was zur Erweiterung unserer Glückseligkeit beiträgt! Denn schon durch unsere bloße Gegenwart tauschen wir fortwährend die Ätherwellen aus, die endlos dahinziehen und auf denen die Möglichkeiten des Lebens, die im Atom verborgen sind, getragen werden.

Sobald wir nur aneinander denken, ist schon ein Austausch da. Wir fühlen des anderen Nähe und dieses Fühlen ist schon die Übertragung einer Macht, die uns den Zustand der Glückseligkeit vermitteln will. Schon die weltlichen Liebhaber sind glückselig, wenn sie aneinander denken, und erst recht, wenn sie einander sehen, und ihre Liebe bezieht sich doch nur auf das materielle Gebiet. Wie viel größer, erhabener, entzückender muss die Wirkung sein, wenn wir uns der Unendlichkeit und Ewigkeit und der Macht und Größe der Gottheit bewusst werden, die in einem jeden von uns gegenwärtig ist!

Wir sollten also immer bereit sein, jedem und allem entgegenzugehen und alles uns Entgegenkommende zu empfangen, in dem Bewusstsein, dass uns die Schöpfermacht eine Gelegenheit zu einer Erweiterung anbietet. Also sollten wir nichts und niemand von uns weisen und nie sagen: „Jetzt habe ich keine Zeit! Augenblicklich kann ich die Gelegenheit nicht wahrnehmen. Diesmal kann ich nicht dabei sein, weil ich zuviel zu tun, zuviel Obliegenheiten, zuviel Pflichten habe. Jetzt kann ich mich Mazdaznan nicht hingeben, sondern muss das auf eine andere Zeit verschieben.“

Ist aber nicht jetzt die angenehme Zeit? Ist nicht heute der Tag des Heils? Ja, jetzt, heute ist er, immer im Jetzt und im Heute ist er, nie im Morgen, im nächsten Monat oder im nächsten Jahr. Sonst verstockt unser Herz; es wird starr, versteinert, verbirgt sich hinter einem Schleier. Dann bleibt uns nur noch das Materielle vom Leben und wenn das Materielle das Herz beherrscht, dann sind wir verlassen vom guten Geist, werden geistlos und ganz und gar abhängig von unseren auf das Objektive, Materielle gerichteten Sinnen. Wenn sich dann die materiellen Sinne nicht genügend mit den intellektuellen und spirituellen Gehirngruppen verbinden, dann stehen wir sogar den materiellen Dingen des Alltags gegenüber ratlos da, ermangeln der Beobachtung und ziehen keine Schlüsse aus unseren Erfahrungen, so dass sie zwecklos gewesen sind.

Deshalb wird uns die Mahnung: „Lass doch all dein Sorgen!“ Alle anderen Mahnungen würden die Sache auch nicht klarer machen. Selbst wenn wir alle Wörterbücher ausbeuteten, bliebe es zuletzt bei der Generalauskunft: „Lass doch all dein Sorgen!“ Alles, was uns hindert, uns zu erweitern und neues Leben in uns zu erwecken, alles, was der Gottesintelligenz in uns Hindernisse bereitet, sich schöpferisch zu betätigen, alles, was uns schwächt oder krank macht, alles das dürfen wir nicht mehr in unseren Alltag hineinbringen, sonst erkranken wir und das Herz leidet. Wenn wir nur an die Art und Weise denken, wie sich die Menschen heute regieren, wird es uns schwach ums Herz. Denkt man an die bezahlten Staatsbettler, fühlt man sich sogleich magenkrank. Denkt man an all die Friedenserklärungen, Friedensverträge, Friedenskongresse, kommt einem das Gefühl des Übergebens vor all dem Honigseim, den man sich gegenseitig auftischt. Alles das schalten wir einfach aus unserem Denkenswesen aus!

Wenn wir uns all den alten Kummer und all das alte Leid, das uns widerfahren ist, immer wiederholen, dann erscheinen immer neue Kümmernisse und Sorgen, neue Gefahren, neue Krankheiten, neues Herzeleid und größere Armut, auch wenn wir noch so herzzerreißend jammern: „Herr, erbarme dich unser! Wir haben schon so viel gelitten!“ Der Herr kann das aber gar nicht. Denn er ist ein Schaffens- oder Schöpferwesen, das fortwährend ausbildet und umbildet, so dass er sich mit solchen Begrenzungen wie Armut, Sorgen, Kummer, Herzeleid gar nicht abgeben kann, da in ihm die Unendlichkeit ist, die nichts von Grenzen und Begrenzungen weiß.

Wir können also nicht mit unseren Begrenzungen zu ihm treten, wie schon der Heiland uns klarzumachen versucht hat, indem er sagte: „Gott ist Geist und die ihm nahe treten wollen, müssen ihm in demselben Geiste entgegenkommen, in demselben auf beständige Vervollkommnung zielenden, selbstbewussten, überzeugten Geiste, der die Schöpferkräfte in uns in Bewegung setzt. Treten wir ihm mit unserer Begrenztheit, mit unseren Nichtigkeiten entgegen, dann kann er uns nicht begegnen. Er begegnet nur seinesgleichen, nur dem geistigen Wesen, nur einem vergeistigten Wesen.

Auch die heilige Ainyahita machte sich das schon vor 9000 Jahren klar, sie fragte sich mit tränenerstickter Stimme: „Warum offenbart sich Gott mir nicht?“ und als sie sich beruhigt und gefasst hatte, antwortete ihr guter Geist und sagte: „Ainyahita, du Perle des Himmels und Diamant der Erde, warum weinest du? Wenn du weinst, dich umwölkst, dich begrenzest, kann sich der Herr Gott Mazda dir nicht offenbaren. So du ihm aber gelassen entgegentrittst und bewundernd seine Macht und Herrlichkeit schaust, dann kommt er dir entgegen. Denn er ist der Zustand der Erleuchtung und der Erkenntnis.“ So wir uns umgeben mit Licht, wird uns Erkenntnis und wir schauen dann nicht nur überall seine Gegenwart, sondern hören auch seine Stimme, die aus jedem seiner Werke zu uns spricht.

Aber alles Begrenzende müssen wir ganz und gar fallen lassen und es macht da nichts aus, wie schwer die Sorgen sind und wie groß der Kummer ist. Denn es lohnt sich, weil mir, sobald ich von allen Sorgen ablasse, schon der Morgen winkt mit all den goldenen Lichtstrahlen, in denen alle Schmerzen wie Wachs zerschmelzen. Dann macht sich der Heiland, die Heil bringende Herzensschwingung, das Heil bringende Wort frei, das uns Ruhe, Frieden, Befriedigung bringt.

Bewahre dir diese Ruhe bei aller deiner Arbeit, die du zu verrichten hast, und vollziehe sie mit dieser inneren Ruhe, dieser Gelassenheit, dieser Sicherheit, dieser Überzeugtheit des Gelingens. Die Arbeit wird dadurch leichter. Übe dich in dieser Ruhe. Denn Ruhe heißt nicht, sich ins Bett legen und schlafen; sondern Ruhe ist der Zustand des Zufriedenseins, des Friedens, der Sorglosigkeit und Glückseligkeit.

Also hören wir auf, uns immer wieder die kleinen Widerwärtigkeiten aufzuzählen und andern zu erzählen! Wir haben doch etwas Besseres zu tun, haben ein höheres Ziel, wollen uns in diesen Ruhezustand versetzen, der uns alles offenbart durch das Bewusstsein, dass die göttliche Schöpfermacht in uns gegenwärtig ist. Wir wollen immer wieder nach dem Morgen ausschauen, nach einer Gelegenheit, die uns etwas Neues, etwas Besseres anbietet!

Welch’ wunderbarer Anblick, wenn am frühen Morgen die Sonne aufgeht! Haben wir eine Nacht im Urwald oder in den Bergen durchgemacht, nachdem wir uns verlaufen hatten, oder im Dickicht, um Sicherheit darin zu finden, wie sehnen wir uns nach dem frühen Morgen, um weiterzukommen! Denn in der Dunkelheit kommen wir nicht weiter vorwärts. Sobald dann die Sonne aufgeht und ihre Strahlen Licht auf unseren Weg werfen, weichen alle Besorgnisse und Bedenken, alle Sorgen und aller Kummer.

Das Herz mag noch so beklommen und die Sinne noch so benommen sein, so müssen wir doch immer eingedenk sein, dass unser ein neuer Morgen wartet, der uns die erwärmenden Sonnenstrahlen ankündigt, die Belebung übertragen und sogar das ganze Pflanzenreich aufleben lassen. Wie wunderbar erscheint doch die ganze Natur in einem sonnenbekleideten Tag! Warum sollte ich mich nicht dieses Morgens erfreuen, der doch kommen muss, sobald die natürlichen Voraussetzungen gegeben sind!

Sobald wir anfangen, naturgemäß zu denken, finden wir mit Sicherheit unseren Weg und dann kommt Frieden, Ruhe und Glückseligkeit von selbst über uns. Nachdem wir genug der weltlichen Erfahrungen gesammelt haben und uns davon abkehren, fühlen wir uns sofort in den friedlichen Zustand der Ruhe versetzt und freuen uns dessen, was uns geworden ist, in der Gewissheit, dass uns alles, was wir uns nur wünschen, zukommen kann und wird. Diese Ruhe bringt mir mein heilsamer, mein heilender, mein Heilandsgedanke, bringt mir mein Heiland, nicht ein Heiland, nicht der Gedanke eines anderen, sondern mein Heiland, mein Gedanke.

Das ist doch etwas anderes, als wenn wir sagen: „Ich glaube, der Heiland war doch ein großer Mensch und hat in diesem Leben etwas zustande gebracht.“ Wenn mir mein Heiland meine Ruhe bringt, bedarf es keines weiteren Bekenntnisses und keiner weiteren Auseinandersetzung. Es ist mir auch nicht mehr fraglich, ob überhaupt ein Heiland geboren wurde, woher er stammte und ob er alles so vollzogen hat, wie es die Evangelien berichten. Denn ich habe es nur mit meinem Heiland zu tun, der mir meine Ruhe bringt, meine Einsicht, meine Zuversicht, meine Erkenntnis, meinen Frieden. Diese Tatsache stellt mich zufrieden. Ich brauche dann auch nicht mehr nach Ruhe und Frieden zu suchen. Denn mein Heiland bringt sie mir, so dass ich meine Ruhe und meinen Frieden habe und niemand sie mir streitig machen kann.

Immer noch gibt es Millionen, die sich und andere fragen: „Ob der Heiland wirklich gestorben und am dritten Tage auferstanden ist?“ Darauf kommt es doch nicht an! Wenn er schon gestorben ist, sollten wir ihn doch in Ruhe lassen. Wenn er aber am dritten Tag leibhaftig auferstanden und deshalb noch leibhaftig unter uns gegenwärtig ist, dann brauchte er doch uns gegenüber keine Vermittler und Stellvertreter. Die Hauptsache ist, dass sich die Heilandswahrheiten in uns eingewurzelt haben, in uns aufgehen und auferstehen, so dass unser und sein Denkenswesen in Eins verbunden sind, wie er es auch selbst gesagt hat: „So ihr meine Worte haltet, werden ich und Abba kommen und in euch Wohnung machen.“

Welch’ wunderbarer Gedanke! So wir das befolgen, was der erneuernde Gedanke, der Chrystosgedanke festsetzt, gebietet und anordnet, dann steigt der ewigwirkende Gedanke oder die Gottheit im Herzen auf, wird uns bewusst und bahnt uns den Weg zu unserem vorgesteckten Ziel. Das ist dann das zweite Kommen Christi, wenn ich in meinem Wesen das Heilende, die heilende Wirksamkeit der Schöpfermacht, meinen Heiland erkenne, nicht aber eines anderen Heiland, nicht einen Heiland, den sich andere ausgedacht haben. Für mich ist ausschlaggebend, dass ich mich freigemacht habe und dass ich mir eines Besseren bewusst geworden bin. Die anderen müssen sich aus dem Bann ihrer Ideen befreien und können es auch, ebenso wie ich es konnte.

Gewiss, es ist eine Samson-Arbeit, sich aus dem Alten herauszulösen; es kostet viel Mühe, Kraft und Überwindung und es kann uns niemand dabei helfen, selbst wenn er es versuchte; ließe er unversehens los, dann fielen wir um so tiefer. Wir können versuchen, es einem andern begreiflich zu machen, wie er sich alles erleichtern kann, können ihm den Weg zeigen und ebnen; ihn aber aus dem Alten herausziehen, können wir nicht. Jeder muss sich selbst in die Hand nehmen, das Ziel ins Auge fassen, sich prüfen, wieweit er noch Kraft hat, muss seine Kräfte, wenn nötig, bestärken und sich beständig ermahnen: „Eile und rette deine Seele!“

Der Durchschnittsmensch will aber noch gar nicht aus dem Alten heraus. Er hört wohl von diesem und jenem und erkennt auch den Vorteil, der damit für ihn und alle verbunden ist, bringt aber nicht die Willenskraft auf, die alten Gewohnheiten abzulegen. Mit solchen Menschen ist ein weiterer Versuch zwecklos; wir haben einfach nichts weiter mit ihnen zu tun. Denn es sind zu viele da, die die Botschaft nicht nur hören wollen, sondern auch bereit sind, sie an sich zu verwirklichen. Diese nehmen dann auch in kindlichem Selbstvertrauen die Übung „Lass dein Sorgen“ auf, befolgen sie religiös und beweisen sich ihre guten Wirkungen von Tag zu Tag mit größerem Erfolg. Das sind die, von denen der Heiland sagte, dass sie in ihre zweite Ruhe eingehen, in diese Friedlichkeit, die sie sich selbst bereitet haben und mit der sie alles ganz entspannt, gelassen und ergeben ausarbeiten und erledigen.

In aller Ruhe ziehen ja auch die zahllosen Ätherwellen gleichzeitig in allen Richtungen dahin. Wovon wir mit unseren Sinnen gar nichts merken, obwohl sich diese Ätherwellen in der Atmosphäre schlagen, kreuzen und Töne von sich geben, die wir nicht hören, bis wir durch ein vermittelndes Instrument eine Verbindung hergestellt haben. Je mehr Verbindungen wir mit alledem herstellen, was uns umgibt, um so mehr wird unseren Sinnen auch alles das zugänglich, was geeignet ist, unsere Wünsche und Pläne zum Ziel zu fördern, und diese Verbindungen werden uns vermittels der göttlichen Ruhe unseres Innersten, sobald der Gottgedanke in uns auftaucht und uns bewusst wird, wir also unseren eigenen Gedanken denken. Welch’ ein Glück, dass wir den alten Ideen nicht mehr nachzulaufen brauchen, sondern unserem eignen Gedanken folgen, der uns Hoffnung macht und den Weg zu unserem Ziel bahnt!

Heute studiert man Psychologie und Couéismus; aber schon vor 2000 Jahren wurde nach dem Neuen Bund das Schlagwort, das ausschlaggebende Wort geprägt: „Vergesset, was dahinten ist, und strecket euch nach dem, was vor euch liegt und uns vorhält das Kleinod der himmlischen Berufung!“ Ist das nicht ein erhebendes, inspirierendes Schlüsselwort! Was könnte es Schöneres geben, als immer neue Offenbarungen zu empfangen! Welch’ höheres Ziel könnten wir uns denken, als den Schatz der himmlischen Berufung zu finden oder die Zuversicht auf alles, was sich ein Mensch nur wünschen kann!

Der Mensch kann alles haben, so er nur vorwärts blickt und den Weg geht, den der verlorene Sohn auch endlich fand und einschlug, indem er sich aufmachte und ging. Das ist das Entscheidende: „Er ging“. Niemand führte ihn, niemand gab ihm die Richtung an, er ging einfach. Sobald er nur den ersten Schritt tat, nur die erste natürliche Bedingung setzte, sieht ihn der Vater schon von Ferne und geht ihm entgegen. Auch das Kleinste, was wir in der Richtung auf das in uns wohnende Göttliche tun, lenkt dessen Aufmerksamkeit auf unser Tun.

Sobald wir den ersten Schritt aus der Begrenztheit des Denkens heraus tun, kommt uns der ewigwirkende Gedanke zu Hilfe, damit wir unser Ziel erreichen. Wir haben nichts weiter zu tun, als unermüdlich Schritt für Schritt weiterzugehen und die gewählte Richtung innezuhalten.


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"Minthogy bõrünk is légzést végez a maga nemében, a bõr állapota nagy fokban megkönnyíti, vagy megnehezíti a tüdõlégzést, hasonlókép a táp-és vízcsatornák állapota is. Minthogy bõrünk is légzést végez a maga nemében, a bõr állapota nagy fokban megkönnyíti, vagy megnehezíti a tüdõlégzést, hasonlókép a táp-és vízcsatornák állapota is."
Dr. O.Z.A. Hanish